Operation KleeblattOperation Kleeblatt

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"Operation Kleeblatt" in Hamburg

Am 19. Mai 2022 erreichte auch uns als DRK Rettungsdienst Parchim Ludwigslust gGmbH die Alarmierung zur „Operation Kleeblatt“. In Hamburg landete ein Rettungsflieger der Bundeswehr mit 35 ukrainischen Kriegsverletzten. Aus Parchim rückte ein Rettungswagen aus, der einen der betroffenen Verletzten in das Klinikum nach Schwerin verlegte.

Unter den ukrainischen Patienten waren nicht nur Soldaten – auch Kinder und Senioren befanden sich unter den Verletzten, die aus dem Kriegsgebiet ausgeflogen und zur weiteren medizinischen Behandlung nach Deutschland gebracht wurden. Vor Ort erlebte unsere RTW-Besatzung eine sehr gute logistische „Operation Kleeblatt“, die trotz der teils sehr schweren Verletzungsmuster sehr ruhig und professionell ablief.

Die „Operation Kleeblatt“ wurde ursprünglich aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 in Deutschland etabliert. Durch den Aufbau einer sehr guten Struktur, kann dieses System auch auf die Verlegung und Verteilung von Kriegsverletzten angewandt werden.

Im Auftrag des Bundes nimmt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) Hilfegesuche der Ukraine oder Anrainerstaaten über den Katastrophenschutzmechanismus der Europäischen Union (UCPM) auf.

Zusätzlich zu den fünf bestehenden Kleeblattregionen in Deutschland ist das BBK im Rahmen des Ukraine-Krieges als sechstes Kleeblatt etabliert worden und vermittelt nun direkt Patienten aus der Ukraine. Die Verteilung der Patienten auf Krankenhäuser in den fünf Kleeblättern erfolgt anschließend gemeinsam mit den Kleeblattpartnern.